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B
wird im Buchstabieralphabet  Bravo gesprochen.

Ballonfahrt/Ablauf
Ballonfahren ist eines der letzten Abenteuer unserer Zeit. Die folgenden Zeilen soll Ihnen den Ablauf einer Ballonfahrt etwas verdeutlichen. Vielleicht motivieren Sie die Informationen sich zu einer Ballonfahrt anzumelden. Sie können auf jeden Fall sicher sein. Es ist noch interessanter als es hier beschrieben wird. 

Terminvereinbarung
Ballonfahren kann man das ganze Jahr - Sommer wie Winter. Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Der Start findet morgens mit Sonnenaufgang und abends ca. 2 Stunden vor Sonnenuntergang statt. Mit jedem Passagier wird individuell ein Termin vereinbart. Selbstverständlich findet die Ballonfahrt nur bei guter Wetterlage statt. Bei Schlechtwetter wird die Ballonfahrt verschoben und die Passagiere erhalten einen neuen Termin.

Passagiere
Mitfahren kann jeder, der gesundheitlich fit ist. Kinder sollten mindestens 10 Jahre alt sein und über den Korbrand blicken können.

Dauer
Die Ballonfahrt dauert ca. 1 - 1,5 Stunden. Für die komplette Veranstaltung Anfahrt, Aufbau, Ballonfahrt, Zusammenpacken, Taufe und Rückfahrt sollten die Passagiere mindestens 4 - 5 Stunden einplanen.

Startplatz
Sind alle Passagiere für die Ballonfahrt eingetroffen, steigen wir gemeinsam in den Transportbus mit dem Ballonanhänger und fahren zum Startpunkt. 

Startvorbreitung
Hat der Pilot am Startplatz den Wind geprüft entscheidet er sich für die entsprechende Startposition. Der Korb wird aus dem Hänger des Verfolgerfahrzeuges ausgeladen und in der entsprechenden Richtung aufgestellt. Nachdem alle Instrumente, die der Pilot bei der Ballonfahrt benötigt, am Korb befestigt sind, wird der Brenner getestet. Dabei überprüft der Pilot die Funktion der beiden voneinander unabhängigen Brennersysteme.

Am Korb erhalten nun die Passagiere vom Pilot eine Einweisung zum Verhalten beim Start, bei der eigentlichen Ballonfahrt und bei der Landung.

Jetzt wird der Korb umgelegt. Der große Sack mit der darin befindlichen Ballonhülle wird von einigen Helfern vor den Korb transportiert und geöffnet. Gerne dürfen starke Passagiere dabei mit Hand anlegen.  Die Stahlseile der Ballonhülle werden nun als erstes aus dem Sack geholt und mit Karabinern am Korbgestell bzw. dem Brennerrahmen befestigt.

Sind alle Stahlseile angeflanscht und der Korb mit dem Sicherungsseil am Fahrzeug befestigt, kann das Kaltfüllen beginnen. Zwei Passagiere werden vom Pilot eingewiesen und erhalten die Aufgabe die Ballonöffnung beim Brenner aufzuhalten, damit mit den inzwischen aufgestellten Ventilatoren kalte Luft in die noch am Boden liegende Hülle geblasen werden kann. Sind die Ventilatoren angeworfen, wird von den Helfern der restliche Ballon aus dem Sack gezogen. Dabei  beginnt er schon, sich mit Luft zu füllen.

Pilot und Helfer machen sich nun daran den Parachute - das ist die obere Ballonöffnung sozusagen der Deckel - mit den vorhanden Kletthalterungen zu schließen, damit nirgends mehr Luft entweichen und sich die Hülle richtig füllen kann. Dabei werden die in der Hülle vorhandenen Seile und Halteschnüre überprüft. Nach und nach füllt sich die am Boden liegende Hülle immer mehr und der Ballon wird langsam prall voll mit kalter Luft.

Start
Nun ist der Augenblick gekommen, bei dem der Pilot sich in den Korbraum begibt und den Brenner aktiviert. 

        


Mit kürzeren Heizintervallen erwärmt er vorsichtig die Luft, immer darauf achtend, dass kein Stück der Ballonhülle der mehre Meter hohen Flamme zunahe kommt. Langsam beginnt die so erwärmte Luft die Ballonhülle nach oben zu ziehen und der Ballon samt Korb und Pilot stellt sich auf.

Der Ballonführer ruft nun die Passagiere in den Korb, ordnet alle Leinen und erhitzt weiter die Luft in der Ballonhülle. Nach Kontrollzügen der mit dem Parachute verbunden Leinen aktiviert er die Instrumente und heizt weiter die Luft in der Ballonhülle. Dabei überprüft er ständig die Hüllentemperatur. Hat der Ballon seine Ablösetemperatur erreicht steigt er langsam auf und der Pilot löst nun das Sicherungsseil durch das der Ballon immer noch mit dem Verfolgerfahrzeug verbunden ist - die Ballonfahrt beginnt.

Ballonfahrt
Die eigentliche Ballonfahrt dauert etwa eine Stunde. Während die Passagiere sich dem Genuss des Erlebnisses hingeben, überwacht der Pilot ständig die Funktion des Luftgefährts. Er checkt die Windgeschwindigkeiten und beobachtet die Richtungsänderungen in den verschieden Höhen. All diese jetzt erst bei der eigentlichen Ballonfahrt festzustellenden Daten nutzt der Pilot zur weiteren Planung der Ballonfahrt und später auch zur Entscheidung wann und wo gelandet wird. 

Mit dem regelmäßigen Betätigen der Brennerventile lässt er den Ballon steigen oder fallen oder behält so eine bestimmte Höhe bei.  

Landung
Vor der bevorstehenden Landung informiert der Pilot nochmals die Passagiere, wie sie sich richtig verhalten, um auch bei einer etwas ruppigen Landung nicht zu Schaden zu kommen. Langsam tastet sich der Pilot mit seinem Luftgefährt immer näher an den Boden heran. Ist der Wind am Boden nicht zu schnell, setzt der Ballon normalerweise mit einem kleinen Ruck auf. Der Ballonführer entlässt durch die obere Öffnung der Hülle einen Teil der warmen Luft. So kann der Ballon nicht wieder aufsteigen. Ist der Wind am Boden etwas stärker, kann es vorkommen, dass der Ballon nach dem ersten Aufsetzen noch einen kleinen weiteren Satz macht und dann erst zum Stehen kommt. Es kann auch passieren dass beim Aufsetzen der Korb die Fahrt des Ballons abbremsen will, die Hülle aber noch schnell weiter zieht. Dann legt sich der ganze Ballon samt Korb der Länge nach hin. Deshalb ist es wichtig, dass die Passagiere sich beim Landen richtig und an den dafür vorgesehenen Halteschlaufen festhalten.

Wichtig: Die Passagiere verlassen erst auf Anweisung des Piloten den Korb.

Einpacken und Taufe
Alle Helfer und Passagiere packen nun gemeinsam an, verstauen die Hülle wieder in ihren Sack und transportieren den Korb wieder in den Hänger. Ist alles verpackt bereitet sich der Pilot und die Helfer vor auf die bevorstehende Taufe derjenigen Ballonfahrer, die zum erstenmal in einem Ballonkorb gestanden und eine Ballonfahrt mitgemacht haben. Diese "Täuflinge" werden nun in den Ballon-Adelstand erhoben und erhalten ihren speziellen Taufnamen.

 

 

 


Ballonmuseum -> siehe M

Brenner

Der Brenner des Ballons ist mit dem Korb durch Distanzstangen und Stahlseile verbunden. An ihn sind über Gasschläuche die Gasflaschen angeschlossen. Meist sind die Ballone mit unabhängigen Doppelbrennern ausgestattet. Es gibt aber auch dreifach und vierfach ausgelegte Brennersysteme. Diese mehrfachen Systeme garantieren eine höhere Sicherheit durch höhere Leistung oder bei einem evtl. Brennerausfall. Jeder Brenner hat eine Pilotflamme, die während der Ballonfahrt ständig brennt und mit der die Hauptbrenner gezündet werden. Ein zusätzlich eingebautes Ventil der sogenannte "Kuhbrenner" ermöglicht dem Ballonfahrer zum Beispiel bei der Landung mit einem etwas leiseren Brennergeräusch über weidende Tiere hinweg zu fahren.

Die Brenner werden vom Ballonfahrer von Hand durch Betätigen des Ventilgriffes aktiviert. Es gibt aber auch durch Fernsteuerung bedienbare Brennersysteme.

Der Brenner erhitzt die in der Hülle befindliche Luft und der Ballon beginnt dadurch zu steigen. Durch die Erhitzung können in der Ballonhülle Temperaturen bis 120 Grad Celsius entstehen. Die normale Hüllentemperatur im Sommer und üblicher Passagierzahl liegt aber irgendwo zwischen 70 und 90 Grad.